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Die schlanke Gründung

Sei innovativer! Höre auf Zeit zu verschwenden! Sei erfolgreicher!

In einer „schlanken Gründung“ geht es nicht nur darum ein erfolgreiches Startup-Unternehmen zu gründen. Nein, es geht um die Lernkurve, Prinzipien des Handelns und um geniale Problemlösungsansätze.

Die Grundfrage lautet: Wie lernen wir schnellst möglich was funktioniert und was nicht!

Mit kontinuierlichem Einsatz von Innovationen und Ansatzkorrekturen
zu Schlag- und Durchsetzungkraft für „junge“ Engagements

Der Ansatz birgt eine unbestreitbare und zielführende Logik in sich:

  • Teste Deine Ideen und Ansätze – so früh als möglich
  • Höre nicht auf „externe Berater“ die das Geschäft nicht verstehen und kennen
  • Beobachte und bediene Deine Kunden und lerne von Ihnen
  • Biete Deine Lösung so früh als möglich und adaptiere in allen Aspekten bis der Wert unschlagbar und unverkennbar ist
  • Erwarte: Fehler und Kurskorrekturen – wieder und wieder
  • Erliege nicht dem „schnellen Geld“ von Investoren, nutze den Ressourcen-Schmerz zum positiven

Der Ideale Ansatz für Entrepreneure mit Vision und Willenskraft „es durchzustehen – bis zum Schluß“

Das Buch mit dem Titel „The lean startup“ habe ich 2013 in der Anlauf- und Initial-Phase meines aktuellen „Ventures“ studiert, zerlegt und zum ständigen Begleiter seither gemacht.

Hier ein Executive Summary zu meinen Ableitungen daraus:

Die Vision/ Der Startschuß

Du legst die Vision aus, Du gestaltest eine Strategie und formst die konkrete Produktidee aus.

Definitionen

  • gestalte Deinen Masterplan
  • fixiere die Langfrist-Ziele und
  • kleide alles mit schillernden Farben, Tönen und Gefühlen aus

So als wäre es schon Wirklichtkeit

Natürlich nicht nur im Kopf und Herzen
sondern auf Papier, in PowerPoint Folien und Textdateien.

Hauptsache die „Roadmap“ ist angelegt und wird immer wieder für Überarbeitungen und Verfeinerungen bereit stehen.

Wertsteigerungen werden dazu kommen, Müll wird entsorgt werden …

Jetzt sind 5% Inspiration vorbei und es kommen 95% Transpiration!

Lernkurven

Die konstanten Validierungen beginnen. Der Lerneffekt ist und bleibt Dein Begleiter.

Du bist am Nullpunkt angekommen (KEIN ist noch Dein Freund)

  • KEIN Umsatz
  • KEIN Kunde
  • KEIN Produkt
  • KEINe Kosten
  • KEIN Personal
  • KEINe Termine

Die ersten Gehversuche werden in Einzelmaßnahmen heruntergebrochen. Die nötigen Infrastruktur-Schritte werden unternommen. Erste Grobpläne und kritische Umsetzungspunkte werden festgelegt. Das Rennen beginnt …

Experimente

Mit dem ersten Schritt bist Du eingetaucht in die Experimentierphase. Ohne Faktenhalt stürzt Du Dich in’s Gefecht.

Du denkst groß und handelst klein – sehr klein!

Um langfristig Erfolg zu haben nimmst Du Aufgabe für Aufgabe an und überwachst Dich selbst wie ein Naturwissenschaftler seinen Versuch.

Jedes Telefonat, jedes Treffen, jede Vereinbarung, jeder noch so kleine Schritt in Sachen Implementierung und Platzierung der Lösung wird hingebungsvoll versucht, gejagt und oft verflucht – watch out – it’s bozo time

Der Sprung

Das Geschäft formt sich
(nur für Dich natürlich – andere nehmen noch keinerlei Struktur und Konkretheit war)

Doch jetzt trittst Du und dein Ansatz mehr und mehr nach außen. Du formst Partnerschaften, Mentorenbeziehungen, du spiegelst alle Aspekte des Vorhabens nach außen und bekommst Unmengen von Feedback.

Es wird Zeit zur ersten tiefergehenden Reflektion:

  • Nimmt Deine Zielgruppe deren Problem (das Du schon erkannt hast) wahr? Versuchen Sie es schon zu lösen? Wie?
  • Wenn Du die Lösung schon fertig hättest würden Sie es kaufen? Vorsicht: Kaufen nicht nur gut finden!
  • Würden sie es von DIR kaufen?
  • WAS würden sie genau kaufen? Kannst Du das liefern, wenn ja bis wann?

Ab jetzt führst Du eine gnadenlose Lernschleife ein und jeder der ernsthaft an Deinem Vorhaben aktiv teilnimmt MUSS sich der Lernschleife stellen – von Zeit zu Zeit.

IDEE – AUFBAU – PRODUKT – MESSUNG – DATEN – LERNKURVE

Test

Akzeptiere Annahmen nur so kurz als nötig, prüfe und validiere sie ODER korrigiere sofort!

Jede Annahme ist theoretisch und muss durch Dein „draußen“ durch ein Faktum ersetzt werden.

Gehe raus und versuche Deinen Urtypus von Kunde mit Deiner Lösung zu beglücken …

Perfektion wäre das falsche Leitbild zu diesem Zeitpunkt – MFA lautet Dein Leitbild

MFA = Minimales, funktionsfähiges Angebot

Qualität und Design sind wichtig aber keine Ausrede wert!

An welchem Punkt auch immer sich Qualitäts- und Produktdesign-Schwächen zeigen gehe in eine Lernschleife zusammen mit dem passenden Pilotierungspartners deines Vertrauens, das kann Kunde, Lieferant, Partner, Freund oder auch Familie sein

Hauptsache du steigerst den Wert der Lösung
durch pfiffige Ansätze und clevere Schritte
in Richtung Qualität, Design und Zusatznutzen

Messen & Tunen

Ab jetzt werden Kennzahlen immer wichtiger!

Du nimmst Deinen Freund Excel zu Hand und bildest alle Bereiche Deiner Lösung mit einfachen Eckdaten und „Gesetzen“ ab:

  • Kundendaten
  • Waren-/Leistungseinsätze
  • Prozesserkenntnisse
  • Probleme / Hindernisse

einfach alles was Dir wertvoll und wichtig erscheint …

Mach das Geschäft und die Lösung messbar!

Es geht (noch) nicht um Optimierung sondern Lernpotentiale
Hypothesen & Gegenprüfungen sind Deine Waffen pflege und nutze sie …

Basisanpassungen

Eine fundierte Basis für das Geschäft und die Lösung?

Einer der schwersten Momente in Sachen Entscheidungsfreudigkeit ist gekommen:

  • Alles was geändert werden muss, muss geändert werden!
  • Alles was so bleiben soll, soll so sein!

Entscheide es richtig aber entscheide es UND lass alles los was nicht funktionieren wird …

JETZT kannst Du noch ALLES um 180° drehen
ohne große Erdbeben oder Verluste auszulösen

Erweitere, schränke ein, ändere das Segment, definiere den Kundennutzen neu, mache aus einer Plattform eine Anwendung oder umgekehrt, richte die Lösung technisch/produktionstechnisch neu aus, gestalte das Geschäft komplett um, adaptiere andere oder neue Einnahmequellen, richte die „Milestones“ zeitlich und inhaltlich ggf. nochmals komplett neu aus, gestalte den geplanten Marktzugang

einfach alles, sodass

ES JETZT PASST!

Beschleunigen, Automatisieren, Standardisieren

Auch wenn es jetzt noch unmöglich erscheint alles richtig zu machen. Der Punkt ist gekommen an dem die Basis für zukünftige Skalierungseffekte vorgestaltet werden müssen.

Viele der bisher improvisierten, manuellen und aufwendigen Schritte sind jetzt soweit bekannt und einschätzbar, dass man aggressive Optimierungsziele setzen und anstreben kann.

Schritt für Schritt müssen und werden die Nutzenpotentiale des Kunden in der Realisierung schneller, leichter und mit weniger Ressourceneinsatz gelingen.

JETZT ist der kritischste und selbst-kritischste Moment Deiner Unternehmung erreicht.

Nimm Kunde für Kunde an und nutze ihn
als wäre er ein Katalysator der Serienfertigung, denn das ist er!

Nicht die absolute Zahl der Neukunden oder die Größe des bewältigten Volumens sind erfolgsbringend – noch nicht!

Die Steigerung der Kosten/Nutzen-Kurve je Kunde und Umsatz-€ sind jetzt entscheidend.

Ab jetzt geht dir Testen, Messen und Tunen in Fleisch und Blut über … 

Wachsen / Die Skala

Der Motor brummt, das Gas wird gedrückt, der Flieger beginnt zu fliegen

Das Credo lautet nun:
Platzieren, Verkaufen, dealen, platzieren, verkaufen, dealen, …

Der ausgespähte Zielmarkt wird mit aller Kraft „bearbeitet“ und bedient.

Die Unternehmung entwickelt sich und formt sich. Sukzessive wächst das Team, Schritt für Schritt zieht Spezialisierung in allen Bereichen ein.

Wachstum überall:
Zuverlässigkeit, Prozesse, Kultur und Menschen

Wo kommt das Wachstum her?

Kunden bringen Kunden, Marketing & Vertrieb schieben die Kiste an, Wiederholungs- und Folgegeschäfte legen noch eins drauf!

An diesem Punkt ist der Scheidepunkt des Erfolges erreicht.
Besonders bei wagniskapital-getragenen Startups geht es jetzt um die Wurst!

Flexibilität

Ist die heftigste Bergstrecke des Markterfolges bewältigt, beruhigen sich die Sturmwellen und kehrt ein halbwegs normaler Unternehmensalltag ein so ist jetzt der richtige Moment mit Fingerspitzengefühl eine moderate Kultur der Flexibilität und Anpassungsfreudigkeit zu installieren.
Die Warum-Fragen sind erlaubt, Veränderungen auch 🙂

Innovieren

Es gibt nichts zu verschenken:
Weder Energie noch Geld und schon gar nicht Zeit!
Nutze alles so gut und clever es geht!

Der beste Nährboden für innovative Engagements herrscht dann, wenn die Ressourcen knapp aber zuverlässig vorhanden sind. Die Motivation der „Mannschaft“ kann nur in einer gekonnt positiv gestalteten Belohnungskultur aufrecht erhalten werden.

Das Grundgefühl ähnelt einem Sandkasten für Erwachsene:
Nur wer konstruktiv mitspielt wird belohnt!

An dieser Stelle sende ich virtuell „Tausend Dank“
an Eric Ries dem Autor des Buches „The lean startup“

Nur mit Hilfe seiner inspirierenden Entrepreneurerfahrung und seiner Verfassung in Buchform war es mir möglich die wichtigsten Essenzen seiner Erfahrungen in Form des obigen „Fahrplans“ für mich und mein Engagement nutzbar zu machen!

New York Times, the Wall Street Journal, the Harvard Business Review,
the Huffington Post und viele andere – sie alle ehren ihn

MIT RECHT !

Lebe gut und glücklich im schönen San Francisco 🙂

Von Herzen

Heinz J. Hafner
Pioniergeist & Soziales Unternehmertum
zur Person / ein persönliches Interview


Inspirationen, Quellen und interessante Adressen im Netz

The Lean Startup COM
theleanstartup.com

Gründerszene DE: „Begriffe: Lean-Startup“
gruenderszene de – „begriffe/lean-startup“

The Finanser COM: „Guy Kawasaki: Don’t believe the Bozos“
thefinanser com – „guy-kawasaki-dont-believe-the-bozos“

 

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