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Nostalgie: Hm … die gute alte Zeit!

Kennen Sie das Phänomen der sehnsuchtsvollen Gedanken?

Ins Schwelgen kommen auf Grund bestimmter Gegenstände und Szenerien?

Ja? Dann sind Sie damit nicht alleine …

vergangene Zeiten die besseren Zeiten schwelgen und verklaeren

Tick Tick zurück …

Wer nostalgisch wird der wendet sich vergangenen Dingen und Zeiten zu. Diese Praktik basiert auf der Nostalgie.

Nicht nur geschehene und lange zurückliegende Ereignisse aus dem eigenen Leben führen zu solcher Sehnsucht.
Oft sind es alte Sammlungen oder einfach nur Alltagsgegenstände aus lange vergangenen Zeiten die zur „Rückkehr“ aufrufen.

Warum?

Weil es doch so schön war! Weil jeder Mensch so etwas wie Trennungsschmerz und Heimweh kennt.
Und genau diese Gefühlswelt wird in nostalgischen Momenten „angezapft“.

Doch Vorsicht! Aus medizinischer Sicht geht Nostalgie und zugehöriger Sammlertrieb von nostalgischen Gegenständen bis hin zu krankmachenden Symptomen und kann sogar zu ausgeprägten Depressionen führen.

Nostalgie hat also etwas mit Wehmut zutun. Vergangenes wird dabei idealisiert und völig verkärt reflektiert. Wie schon in der Hirnfoschung festgestellt wurde: Das menschliche Erinnerungsvermögen verbiegt und verzerrt vergangene Erfahrungen bis hin zur Unkenntlichkeit.

Kommt dann die Vorstellungskraft des einzelnen Menschen an seine Grenzen, weil gar historische Zeiten vor der eigenen Erfahrbarkeit betroffen sind, so kommt es ganz schnell zu völlig verschobener „Wahrnehmung“.

Beispiele gefällig?

wild wild west

Wild, wild West!

Ok, war der „Wilde Westen“ wirklich so wild wie er in Ihrem Kopf abläuft? Sind die Bilder, Gefühle und Wertungen Ihrerseits tatsächlich „der Wahrheit entsprechend“?

Oder: Glauben Sie wirklich, dass das Mittelalter voll von Rittern, Rüstungen und pompösen Familiendramen der Aristokratie waren? Ist das ein repräsentatives Bild einer Zeit die man kaum objektiv erfahrbar machen kann im Nachhinein?

Also wenn Sie das nächste Mal mit geschichtlichen Epochen und biographischen Darstellungen in Berührung kommen, dann bedenken Sie:

Zeitgefühl, Wertungen und Erfahrungshorizonte Ihrer eigenen Wahrnehmung spiegeln nicht immer das wider was tatsächlich hinter der „Geschichte“ steckt!

Und das dürfte auch den Reiz bei Nostalgie und nostalgischen Erlebnissen ausmachen. Hier ist es erlaubt ja gerade angestrebt durch Berührung und Erlebnis „der vergangener Zeiten“ nachzueilen.

Doch dieses Hinterhertrauern und das zugehörige Herbeihoffen der guten alten Zeit ist mehr ein Zeichen von Mangel im Hier und Jetzt denn eine objektive Feststellung.

damals wird immer so verklärt und verschleiert wirklich toller als heute

Alles herrlich!

Die goldenen Zeiten aus der fernen Vergangenheit, seien es die Antike oder herrliche Kaiserzeiten stehen nicht im Zeichen des wirklich „Besseren“ oder der „höheren Lebensqualität“ sondern vielmehr ein Bedürfnis nach Verklärung oder gar Vernebelung der wahren Umstände.

Habe ich etwas gegen Liebhaber der Nostalgie?

Nein! Ganz und gar nicht! Ich bin selbst ein leidenschaftlicher Nostalgiker und beziehe mich sowohl in Freizeitgestaltung und in meinem Arbeitsleben immer wieder auf vergangene Zeiten und deren Errungenschaften.

Noch viel mehr schwelge ich in Bezug auf Kunst, Musik und vielen weiteren gesellschaftlichen Themengebieten immer wieder in Gedanken und erwische mich bei meiner eigenen „Gegenwartsflucht“ dabei.

Schlimm? Finde ich nicht!

Ich bin auch nur ein Mensch und wir Menschen sind unfähig ungefiltert oder ohne Wertung in uns aufzunehmen oder auch nur zu erleben!

Jeder Sinneseindruck der von uns als „wahr“ angenommen wird, also wahrgenommen wird, der wirkt auf eine ganz besondere, persönliche Art und Weise.

Lebensgefühl pur

Wenn wir also sehen, hören und fühlen, dann haben wir dabei unwillkürlich das Bedürfnis einen „Match“ mit bekanntem herzustellen. Wir trennen wichtig von unwichtig auf Basis unserer Erinnerung und Erfahrung aus der Vergangenheit heraus.

Dass wir dann, wenn es darum geht schönes und besonderes zu erleben und um uns herum zu gestalten oft auf nostalgische Elemente zurückgreifen ist da doch mehr als zu erwarten.

Wohlig, warm und stimmig ist eben auch eine Sache von bekannt und heimelig. Und genau da greift dann die angenehme Eigenschaft nostalgischer Motive:

Sie wirken harmonisch und stimmig da wir dazu passend dauerhafte Prägungen in uns tragen!

Obwohl wir ständig umschichten und umdeuten so gibt es doch einige „innere Bilder“ die uns dauerhaft intensive, positive Gefühle vermitteln.

Versuchen Sie es doch:

Welche Gegenstände, Situationen und Ereignisse müssen Sie aus der Vergangenheit in Erinnerung rufen um dabei „ins Schwelgen“ zu kommen?

Wenn Sie die Augen schließen und dann wie in einen FIlm eintauchen .. was sehen Sie? Woran merken Sie dass Sie zurückgekehrt sind in eine „tolle Zeit“?

hurra hurra die Post ist da

Hurra, hurra die Post ist da

Ich hoffe und wünsche mir, dass die stark zu verspürende Tendenz in unserer Zeit wieder alte, eingesessene Dinge und fast schon vergessene, kulturelle Gepflogenheiten wieder auszupacken nicht nur Nostalgie darstellen um eine „Wahrnehmungskorrektur“ in uns vorzunehmen.

Ich hoffe mehr, dass wir eine Balance aus modern und bewährt suchen und nicht mehr so ungefiltert wie in den letzten Jahrzehnten jede Neuerung als besser unreflektiert hinnehmen!

Ich würde mir auch wünschen, dass wir unsere Kraft wieder mehr aus dem schöpfen was den Moment mehr schätzt und dabei Zeit und Energie wieder mehr auf das lenkt was das Leben friedlicher und lebenswerter macht und nicht schneller, höher, weiter.

Leider muss ich feststellen, dass ein immer größerer Teil der Menschen in unserer Gesellschaft in eine art Ungleichgewicht – körperlich wie seelisch-psychisch – kommen und mit Rückzug und Abgrenzung versuchen wieder Sicherheit und Ausgeglichenheit zu erlangen.

so toll war die zeit der trucks und fuel stops

Ressourcen verloren – für immer!

Wenn dann noch die Verklärung der „alten Zeit“ dazukommt und eine Flucht in „Unwahrheiten“ und verzerrte Vorstellungen geschieht, dann driftet für mich die kindliche Art des nostalgischen Schwelgens ab in eine gefährliche Entwicklung.

Da wäre doch professionelle Therapie und tiefe, aufrichtige Arbeit am Selbst angebrachter, denn oberflächliche Re-Dekoration mit Hilfe emotional besetzter Symbole …

Aktuell bemerke ich eben, dass sowohl in Werbung mit Retrolook und Hang zur Verklärung als auch im Zeitgeschmack ein deutlicher Ruck in Richtung nostalgischer Momente zu vermerken ist.

Wenn ich dann im Laden meiner Frau zu stöbern beginne und mich inspirieren lasse von den ästhetischen Szenerien dann sind auch dort genügend Motive und Symbole zu finden warum ich gar so wohlig und stimmig finde mein Büro in Mitten einer „stilvoll Wohnen“-Erfahrung haben zu dürfen die seit mehr als 3 Jahren nun altbewährte Raritäten und Einzelstücke gekonnt mit modernem und funktionellem Wohnen verbindet.

Heureka!
Es lebe die Lebensqualität und Lebenslust …


Definition des Wortes „Nostalgie“
neueswort.de


Überzeugen Sie sich selbst:

Die Schatzkiste in Oberaudorf ist ein Ort der Stil, wohlig & warm mit nostalgischem Touch in Perfektion verbindet …

Zum Shop: schatzkiste.info

Zum Magazin: magazin.schatzkiste.info

 

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