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Das Ei des Kolumbus oder Wagniskapital anders

Venture Capital wird nie wieder so sein wie früher!

Manche reden sogar schon von „Venture Capital 3.0“ und drehen völlig ab …

Nicht erst seit den ICOs, also den Initial Coin Offerings werden die Wagniskapitalgeber als Mittelsmann oder auch „Gatekeeper“ genannt ausgebootet.

Schon mit den ersten Crowdfunding Plattformen war erkennbar:
Die Welt des Kapitals ist eine andere geworden!

Doch jetzt nimmt das alles bahnbrechende Formen an …

Auf Basis von Blockchains und den zugehörigen Plattformen entstehen soeben Mega-Maschinerien in Sachen Finanzierungsrunden der Massen.

Wie?

Ganz einfach:

In Form von ICOs also initialen Angeboten von „Tokens“ kann sich ein Projekt auf Basis einer seriösen Beschreibung „vorfinanzieren“.

Soll heißen es wird eine vernetzte, kryptowährungsbasierte Lösung angeboten und der „fuel“ zum Betrieb sind die Tokens selbst.

So z.B. gibt es schon storj als verteilte Speicherlösung und man konnte und kann die Tokens dazu nutzen den Leistungsbezug zu bezahlen.

Was ist das dann?

Geld? Anteile? Vorkasse? ???

Alles und nichts!

Dank der Flexibilität digitaler Lösungen ist es heute möglich alle Regeln und Logiken die das „Medium“ für den Austausch erfüllen soll direkt einzubauen.

Man nennt sie“smart contracts“

Und was sagt die Venture Capital „Gemeinde“ dazu?

Sie ist hochgradig verwirrt – zumindest in großen Teilen – und gar noch mehr zerklüftet in Lager.

Eines ist jedoch heute schon klar:

Die Zeit des Pitch Deck und bangens ums große Geld auf Basis fast schon erpresserischer Verträge dürfte der Vergangenheit angehören und wird in den Geschichtsbüchern in den schillerndsten Farben als Ausbeutungs-Story
Einzelner zum Schaden Vieler zu lesen sein.

Jetzt hat sich alles gedreht?

Nun, noch nicht ganz!

Vorsicht ist geboten und der heute schon völlig überhitzte und überzogene Markt der Kryptowährungen und Moon Shot Projekte am Markt wird schon bald eine Bereinigung besonderen Ausmasses und Umfangs haben!

Die „new kids on the block“ reiten rasant voraus und betreten dabei völliges Neuland!

  • Ist es Investition?
  • Ist es altruistische Förderung?
  • Ist es nackte Spekulation?

Ein bisschen von allem würde ich sagen wenn es ideal läuft und zuviel des Guten wenn es schräg oder gar betrügerisch abläuft.

In „einfachen“ Worten:
Ein ICO ist kein IPO einer Währung! Das wird falsch verstanden!

Es ist ein Eintauschen von Geld in Zukunftschancen.
Für wen, was und auf welcher Basis DAS ist die entscheidende Frage!

Die Praxis

Machen wir ein griffiges Beispiel und spielen das ganze durch:

Ein Projekt braucht Finanzmittel um realisiert zu werden.

Also muss ein „ICO“ her.
D.h. es wird eigens für das Projekt eine blockchain-basierte Software Plattform generiert im idealfall open source.

Auf Basis dynamisch generierter „intelligenter“ Tokens (mining) entsteht eine „Kryptowährung“ mit eingebautem Regelwerk.

Nun wird das ganze öffentlich bekannt gemacht und nach allen Regeln der Kunst als Projekt mit Finanzierungsbedarf promoted.

Sobald man nun „kaufen“ kann nennt man das initialen Token-Verkauf oder eben auch missverständlich und kurz ICO.

Oftmals gibt es in diesem frühen Stadium außer einem Konzept oder einen Prototypen leider nichts.

Aber, genau das ist bei einer Wagnisfinanzierung durch Venture Capitalists oder Private Equity Geber auch so.

Nur eben mit dem Unterschied, dass keinerlei Knebelverträge oder gar Verhaftungen gegenüber einzelnen Personen passieren!

Nein, im Gegenteil!

Sofort, im Rahmen der Erstfinanzierung, erhalten die Teammitglieder einen Teil der Kryptowährung und haben damit bereits die Chance auf einen großen Belohnungstopf.

Warum kauft man?

  • Weil man an den Erfolg glaubt
  • Weil man häufig einen Rabatt erhält
  • Weil man überzeugt von der Nützlichkeit ist

Es gibt noch tausend andere Gründe aber dem Grunde nach ist es dem klassischen Wagniskapital nicht unähnlich.

Ist das so wie Crowdfunding auf Indigogo oder Kickstarter?

Kann sein, muss nicht sein.
Denn die Regeln sind viel freier gestaltbar

UND

es muss keine Gebühr an eine zentrale Plattform im Umfang von 5% bezahlt werden.

Klappt es ist man finanziert. Klappt es nicht geht das Leben auch weiter.

So einfach ist das Ganze!

Und eines darf man nicht vergessen:
Hat man bei Indigogo, Kickstarter oder anderen Plattformen „vorgekauft“ dann muss man auf das Ergebnis warten.
Bei den ICOs kann man wie wild den sogenannten Zweitmarkt der Handelsplattformen nutzen um das eingekaufte mit höheren Wert zu verkaufen oder sogar noch nachzukaufen weil man immer noch überzeugter vom Erfolg des Projektes ist.

Wo ist der Haken?

Nun da gibt es nicht nur einen sondern noch viele 🙂

Gesetzlich ist es verboten bei einem ICO echtes Geld zu schaffen oder eine versteckte Beteiligung zu realisieren.

Denn beides würde gegen das Gesetz verstoßen.

Das eine wäre Gelddrucken oder Falschgeld benutzen -> Ganz Böse!

Das andere wäre die Verkaufsprospekt-Pflicht zu umgehen.
Auch kein Kavaliersdelikt!

Doch der schmerzhafteste Punkt dürfte sein, wenn man den Projekterfolg völlig falsch einschätzt und das ganze Projekt baden geht.
Das nennt man dann Totalausfall!

Deshalb haben sich Orientierungshilfen für ICO-Veranstalter heraus kristallisiert um sowohl gewisse Qualitäts-Standards einzuhalten und eine legale Durchführung zu gewährleisten.

Wer dazu mehr erfahren will, kann mich gerne auf professioneller Basis als Komplementärwährungsdesigner und Serial Entrepreur buchen.

Es ist also entscheidend für den Erfolg solcher Projekte und Finanzierungsrunden wie ich sie nennen will, dass fundamentale Erfolgsfaktoren beachtet werden und eine faire Preisfindung stattfindet.

Gerade in diesen Tagen dürfte das alles mehr als überhitzen und sich auch teilweise überschlagen.

Doch die Richtung ist erkennbar:

In Zukunft wird die Welt gerade so wimmeln von intelligenten, digitalen Vertragswerken.

Ob auf Großprojekt-Basis oder in beliebig kleinen Micro-Projekten bis hin zu Individualvereinbarungen der einzelnen Parteien, das wird sich zeigen.

Hinter dem Markt der Kryptowährungen und Secure Tokens steckt ein irrsinniger Markt an dezentraler Abwicklungs- und Bezahl-Logik für alles was irgendwie herstellbar, handelbar und konsumierbar ist!

Der Wilde Westen ist wieder da!

In den nächsten Monaten und Jahren werden wir ähnlich der Dot-Com-Blase ein werden, wachsen, explodieren und scheitern erleben.

In noch schnellerer Abfolge mit noch weitreichenderen Folgen und vor allem mit weit heftigeren Ausmaßen als sich heute der normale Marktteilnehmer noch vorstellen kann.

Denn eines ist sicher:
Bei den normalen Bürgern und Geschäftstreibenden ist dieses Thema noch lange nicht angekommen, geschweige denn als neue, normale Welt angenommen!

Mut, Neid und Naivität werden nicht die einzigen Grundpfeiler sein die wieder ganz groß zu schreiben sind …

Die Welt der Wagnisfinanzierung steuert auf eine völlig veränderte Landschaft zu und bleibt doch erfüllt von Risiko und unternehmerischem Entdeckergeist!

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