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Alles begann in einer Studentenbude

Die Gründungsgeschichte eines IT-Dienstleisters in einer Studentenbude

Im Jahre 1997 begann eine Erfolgsgeschichte. Es wurde in wenigen Jahren aus einer studentischen Gruppe junger Menschen ein erfolgreiches IT Unternehmen, anfangs als AppCo gegründet, nach Hinzunahme einer Investorengruppe umfirmiert zu Halvotec

Man kann nicht gerade behaupten, dass Kolbermoor den Nabel der Welt darstellt und schon gar nicht, dass es für einen jungen Mathematik-Studenten und seine Mitstreiter wahrscheinlich ist, dass aus einem Startkapital von ca. 1.000 DM und einem Kontorahmen von 10.000 DM ein erfolgreiches Unternehmen hervorzubringen ist.
Doch genau das ist Heinz J. Hafner und seinen Mitgründern gelungen …

Als Student in der eigenen Bude gelang es Heinz J. Hafner zusammen mit hoch motivierten Schülern und Studenten quasi aus dem Nichts eine Informationstechnik-Firma zu gründen.

Die anfänglichen Umstände waren natürlich weit weg jeglicher Professionalität, doch eines war immer gegenwärtig: Unternehmer- und Teamgeist unter den „verrückten Jungen“ die den großen Schritt in die Selbständigkeit gewagt haben!

Welcher Student hatte denn schon in den 90er Jahren einen eigenen Kopierer,
eine, 99 Durchwahlen umfassende, Telefonanlage,
ein, mehrere Rechner umfassendes, Compternetzwerk
und ein elektronisches Zugangssystem auf Chipkartenbasis
in seiner, gefühlt 5qm, kleinen Bude?
Das kann doch nur als „ver-rückt“ gelten!

Die ersten Aufträge wurden aus dem persönlichen Freiberufler-Umfeld als Trainer akquiriert. Hier konnte z.B. aus einem Trainingsteilnehmer – einem Funktionär einer Vereinsorganisation – im Laufe einer offenen Schulung zum Thema MS Office  ein Kunde werden. Damit war AppCo geboren und wurde 1998 als OHG gegründet!

Die AppCo – stehend für Application Consulting – setzte damit das erste Software/Tool-Projekt für einen Kunden in München um.

Weiters wurden gemeinsam mit fleißigen Schülern – damals noch keine ordentlichen Gesellschafter des Unternehmens – die heim-gebrachten Aufträge nach bestem Wissen und Gewissen umgesetzt.

Im Laufe der Zeit konnten weitere, zuerst freiberufliche, Engagements von Hr. Hafner zu umfangreicheren Projekten ausgebaut werden. Aus ursprünglich persönlichen Auftragsvergaben konnten mit etwas Verhandlungsgeschick offizielle Aufträge für das neu gegründete Unternehmen generiert werden.

Ein glückliches Moment war dabei die Einstiegschance bei einer der führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in München. Das Projekt hatte zwar weder hohen Stellenwert noch die Aussicht auf Prestige, doch wenigstens konnten die Beziehungen zur IT-Abteilung auf- und ausgebaut werden und Chancen auf Folgeaufträge ergaben sich allemal!

Fast zeitgleich gelang es Hafner über einen damaligen Beraterkontakt ein Projekt bei der Deutschen Bank in Frankfurt an Land ziehen. Dieses ca. sechs-monatige Projekt erweiterte die Möglichkeiten zum Ausbau der „Büroausstattung“ und erhöhte das bereitstehende Budget für Vertriebsreisen ungemein 🙂

Zusammen mit Hr. Vogl, der aus dem ehemaligen Frühstücks-Dienst-Team stammte und Hr. Kössler einem Schülerkollegen sowie dem später dazugekommenen Maschinenbau-Studenten Lerch, den Hr. Hafner innerhalb der TEG e.V. in München für seine Idee gewinnen konnte entstand mehr und mehr ein fester Kern der an der Idee und Umsetzung des Dienstleistungsunternehmens dran blieb.

Nachdem das gemeinsam gesetzte Jahresumsatzziel mehr als erfüllt werden konnte, stieg das Selbstvertrauen und auch der Realismus, dass ohne vernünftige Investitionsbasis kaum ein aggressives Projekt- und Firmenwachstum stemmbar sein werde. Denn die akquirierten Projekte bei größeren Unternehmen verlangten zunehmend eine Projektvorfinanzierung und bei stetigem Wachstum und steigender Projekt-Volumina war es nahezu unmöglich hier für adäquate Liquidität aus eigener Kraft zu sorgen.

Gesagt, getan: Mit Hilfe der persönlichen Kontakte durch das Kuratorium der Studenteninitiative kombiniert mit bereits aktiver Projektarbeit in einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen konnte ein Mentor gewonnen werden. Dieser eröffnete dann, nachfolgend im Rahmen der Teilnahme am Münchener Business Wettbewerb und dem erfreulichen Preisgewinn in der ersten Runde, die Möglichkeit erste Investoren-Kontakte zu erhalten.
(Heute wird Halvotec für das Jahr 1999 als LMU-Ausgründung geführt mit Inkubator Mathematik, da Hr. Hafner zu dieser Zeit noch an der LMU Mathematik studierte: uni-muenchen.de „forschung/service/wiss_transfer/gruenderbuero/netzwerk/spinoffs“)

Im Zuge der Berührungsgespräche und der intensiven Unterstützung durch den damaligen Mentor kam es zu einem Erst-Invest durch eine Investoren-Gruppe.

Das letztendliche Gründungsteam bestand damals aus vier Schülern und Studenten die sich die Aufgaben anfänglich in etwa so aufteilten: Hafner holte die Aufträge, Lerch agierte als Projektmanager beim Kunden, Vogl und Kössler stemmten die technischen Umsetzungen im Hintergrund. Auf Grund der teilweise überbordenden Arbeits- und Umsetzungslast war eine strikte Trennung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten natürlich in keinster Weise wünschenswert und lebbar, sodass es für alle Beteiligten zu häufigen Mehrkämpfer-Situationen mit Einbindung in alle Bereiche kam.

Das Engagement der Investoren ermöglichte dem Gründungsteam zum ersten mal sinnvoll zu budgetieren, ein ordentliches Büro anzumieten und sämtliche rechtlichen Rahmenbedingungen sauber zu regeln (GmbH Gründung, Firmierung / Firmenname incl. Markenanmeldung, etc.)
Hier wurde aus der Ursuppe AppCo das Unternehmen Halvotec [Ha-l-vo-tec]
Zur GmbH Errichtung wurden die Namen Hafner, Lerch, Vogl und der Zusatz Tech für Technologie zum Kunstnamen Halvotec zusammengesetzt.
Das weitere, tragende Gründungsmitglied Johannes Kössler ging bei der Buchstabenvergabe leider leer aus – hm … an sich bescheuert und doch ergab es sich nicht anders …

So wurde auf Basis des Wachstums und des verfügbaren Finanzrahmens der Wirkungskreis sukzessive erweitert: Aus den beengenden ca. 12qm in der Studentenbleibe wurde Schritt für Schritt ein regulärer Bürobetrieb mit stetig wachsender Bürofläche.

Im Zuge der Gründung und Hinzunahme von Investorenparteien bedeutete dies natürlich auch die Erstellung eines ordentlichen Businessplans. Dabei wurden die ersten Versuche eingearbeitet aus der Unschärfe eines „IT-Projekt-Ladens“ einen klar wahrzunehmenden Fokus herauszubilden.

Die ersten Ansätze dabei, sich im Bereich Automobil als Spezialdienstleister aufzustellen, stellten sich schwieriger heraus als erwartet. Denn mit einem umfangreichen BMW Projekt das durch ein Trainingsengagement von Hr. Hafner eingeleitet werden konnte, sollte es doch möglich sein weitere Projekte in der Branche oder zumindest bei BMW zu gewinnen. Trotz Teilsieg in Form eines Rahmenvertrages mit BMW konnte über das eine, „große“ Projekt leider kein tieferer Einstieg erreicht werden 🙁

Das Muster der Akquise und der Platzierungserfolge lief an sich nahezu ausnahmslos auf das gleiche Schema hinaus:
Durch initiale Schulungen & Trainings konnten Kontakte zu Projektaufträgen geschaffen werden. Mit aufwendigem Networking und gnadenlosem Dranbleiben an den Möglichkeiten ergaben sich über die ersten Jahre Aufträge bei KPMG, DeutscheBank, BMW, Siemens und anderen, mitunter auch mittelständische und kleinere, Unternehmen.

Mit mehr und mehr Projekterfahrung war es für das gesamte Gründungsteam klar:

So kann und soll es nicht weitergehen! Ständiges Auf und Ab der Projektvolumen; keinerlei erkennbare Spezialisierung bzw. Lösungsfokusierung – denn immer gab der Kunde vor welche Technologie und Thematik jetzt dran war 🙁

Nachdem der Mind-Set im Team geschaffen war ein klares, eigenes Produkt schaffen zu wollen ging die akribische Suche los … ein Pilotprojekt mit Produkt-Potential musste her …

Aus einem zufällig erhaltenen Schulungsauftrag in einem Bildungshaus wurde dann RIOS die Branchenlösung für Berufsförderungswerke und nachfolgend sogar für BfWs, BBWs und weitere soziale Einrichtungen … Der Startschuß für einen Produkterfolg und die Basis für eine klare Positionierung des Unternehmens!
(Hierzu gibt es einen eigenen Beitrag zur Entstehungsgeschichte von RIOS: RIOS a story to tell)

Mittlerweile wurde
aus einem chaotischen Schüler & Studenten-Haufen
ein wahrnehmbarer IT-Dienstleister
mit eigenem Produkt 🙂

Der geflügelte Satz zur damaligen Zeit

„Zu klein um groß zu sein und zu groß um klein zu sein“

Wohlgemerkt: Das Unternehmen war zu diesem Zeitpunkt kurz vor der Jahrtausendwende knapp 20 Mann stark. Davon waren natürlich noch nicht alles Festangestellte sondern ein guter Teil der Projektressourcen wurde noch in Form von freiberuflich eingebundenen Kräften realisiert!

Doch an sich war zu dieser Zeit bereits der Grundstein für die Richtung des Unternehmens gelegt;
wenn da nicht die Folgezeit mit heftigen Turbulenzen in der IT-Branche gewesen wäre …

Doch das ist eine andere Geschichte und wird in einem eigenen Beitrag als Thema fokussiert.

Noch war und ist die Reise zum Erfolg noch nicht fertig erzählt …

 

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