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Gut & Böse?

Das Konzept des Guten und Bösen – 8 Thesen und ein langer Weg in moderne Zeiten

Thesen!

Thesen!

Ich habe die acht provokativen zugespitzten Thesen des Dr. Michael Schmidt-Salomon aus Trier in seiner Abhandlung „Die Banalität von Gut und Böse“ zur Basis meiner Erörterung und Reflexion genommen.

Im Zuge meiner persönlichen Erfahrungen und der immensen Vielfalt an Denkmodellen denen ich in Wort und Schrift bisher begegnen durfte ist eine Beschäftigung mit dem Phänomen des Übels aus weltlicher Sicht und dem verbundenen Leid im Leben selbst bei bedingungslosem Optimismus durchaus angebracht.

Die Thesen:

1. These:
Das Übel ist eine notwendige Begleiterscheinung des Lebens

2. These:
Menschen sind wie alle Organismen eigennützige Wesen,
die als solche keine prinzipiellen Probleme haben,
vom Unglück ihrer Artgenossen zu profitieren

3. These:
Menschen streiten nicht nur um den Erfolg ihrer Gene,
sondern auch um den Erfolg ihrer Meme,
was ganz neue Konfliktfelder eröffnet

4. These:
Es gibt ebenso wenig gute und böse Menschen
wie es gute und böse Katzen, Hunde oder Mäuse gibt

5. These:
Der moralisch erhobene Zeigefinger löst keine Probleme, sondern schafft neue.
Der Banalität des Übels lässt sich nicht mit Moralpredigten,
sondern nur mithilfe konkreter technischer Veränderungen entgegentreten

6. These:
Ein beachtlicher Teil der von Menschen verursachten Übel ließe sich vermeiden,
wenn die Menschen es unterlassen würden, sich zur Sicherung ihres Ranges
innerhalb der menschlichen Säugetier-Hierarchie auf ein imaginäres Alphamännchen (Gott) zu berufen

7. These:
Weitere Übel ließen sich verhindern,
wenn als erstrebenswert erachtete Güter gleichmäßiger
unter den Menschen verteilt wären

8. These:
Da mit einer Umsetzung der Empfehlungen 6 und 7 realistischer Weise innerhalb
eines überschaubaren Zeitraums kaum zu rechnen ist,
empfiehlt es sich, den mannigfaltigen Übeln der Welt mit „brennender Geduld“
und einer ordentlichen Prise Humor zu begegnen

Anlaß zum Nachdenken und Nachfühlen

Jeder Mensch kann zwischen Wohl und Übel unterscheiden – könnte man meinen.

Werte? Vorstellungen?

Werte? Vorstellungen?

Beschäftigt man sich dann mit bekannten Phänomen in Umgang und Verkehr mit anderen Menschen, so fällt auf, dass diese „Gabe“ weder gleichverteilt ist noch bei jedem Menschen ein positiver, konstruktiver Umgang mit den Gefühlen von Mitmenschen auf Anhieb zu entdecken ist.

Das Leben an sich, also zutreffend für jedes lebende System zeichnet aus, dass sie über ein Gespür für den Bedeutungsunterschied von Wohl und Übel verfügen. Diese Sensibilität, also Differenzwahrnehmung, bildet die Grundlage für aktives und verantwortungsvolles Leben in der sozialen Gemeinschaft. Hier trennt eine Linie bloße Intelligenz von Einfühlvermögen.
Wer diesen Unterschied nicht kennt und berücksichtigt fällt einer Vereinfachung zum Opfer und dürfte Kognition vor Menschlichkeit stellen und damit die Begriffe emotionale Intelligenz und Empathie ins Bedeutungsabseits stellen.

Treiber des Lebens

Dann bleibt wohl oder übel die Frage:

  • Was treibt unser Leben an?
  • Gibt es eine Richtung und Linie in der Evolution?
  • Worauf begründet Existenz und wonach strebt sie?
  • Was nimmt das Leben als Übel wahr?
  • Wie wird Übel empfunden und wahrgenommen?
Leid

Leid

Wenn das Leben leidet und der Genuss verloren geht, dann sind bestimmte Zustände „schuld“. Der betroffene Organismus muss Schaden erdulden und wird gleichzeitig danach streben der unangenehmen Situation zu entkommen.

Schaden durch unglückliche, widere Umstände oder gar bewußtes Ergebnis auf Grund von Konkurrenzen dürfte jeder kennen. Die damit verbundenen Verhaltensmuster auf Basis von „Aktionen“ und „Reaktionen“ umfassend erforscht.

Doch neben der sachlichen und nüchternen Betrachtung und Beobachtung dieser Umstände und Rollenspiele im Rahmen wissenschaftlicher Studien gibt es noch einen anderen Ansatz zum Aufbau von Verständnis und zugehörigen Denk- und Handlungsmodellen:

Der Glaube an Gut und Böse

Das Erklärungsmodell von Gut und Böse

Das Böse

Das Böse

Man kann skeptisch oder überzeugt sein, dass es „Das Böse“ gibt und dass es Macht über Menschen hat.

Auch wenn es in der heutigen Zeit viele ablehnen strahlt es eine gehörige Portion Erklärungskraft aus um bestimmte, ansonsten kaum verständliche Phänomene zu „begreifen“.

Dem Grunde nach basiert das Erklärungsmodell von „Gut“ und „Böse“ auf einer banalen Klassifizierung:

Bezeichnet man eine Person oder eine Handlung als „böse“ so will man damit zum Ausdruck bringen, dass – in Bezug auf das eigene Empfinden – kein Verständnis dafür vorhanden ist wie es dazu kommen kann, da es dem eigenen Empfinden völlig zu wider läuft.

Sehr häufig kommt „das Böse“ zum Einsatz, wenn keine noch so komplexe Erklärung gefunden werden kann um Handlungen und die dahinter stehenden Motivationen glaubhaft zu machen.

Sehr schnell finden dann übernatürliche und mystische Dinge Einzug als Urkraft.
Unerklärlichkeit schafft Phantasie!

Die üblichen Argumente gehen dann von eigenen Moralvorstellungen aus und betonen statt Fakten und herleitbaren Beweggründen „Das Gute“, „Das Böse“, „richtig“, „falsch“ – ein Wandel von gefestigen Werten hin zu Wertungen ohne jegliche objektive Basis.

Nimmt man „böse Taten“ als das was sie sind, so bleiben Handlungen auf Basis von Motivation.
Im englischen kann man hier mit ein bisschen Phantasie in Wortspiele verfallen und hinter nüchternen Motivationen auch gleich die zugehörigen Gefühle und Regungen mit einbeziehen:

motivation -> e motivation -> e motion

So dürfte es unschwer möglich werden eine möglichst wertungsfreie Erklärungen für noch so abstruse Handlungsweisen aufzufinden.

Im Zuge der Evolution haben sich mehr oder weniger verwunderliche Verhaltensmuster herausgebildet.

Das komplexe Hirn des Menschen dürfte hier maßgeblich geholfen haben eine schier unüberschaubare Bewertungs- und Kombinationsgabe geschaffen zu haben.

Man sollte an dieser Stelle auch nicht vergessen, dass im Zuge des Überlebenskampfes viele Vorteile erst durch Intrigen und Seilschaften erreichbar und stabil zu halten waren!

Die heute selbstverständliche „Kultur“ des Miteinanders und Gegeneinanders wie wir sie in unserer Gesellschaft und der Art und Weise des Wirtschaftens einsetzen dürfte als maßgebliches Umfeld zur Schaffung von Werten und Wertungen dienen.

Wie ein Fisch im Wasser das Wasser braucht aber nicht mehr bewußt in jedem Moment wahrnehmen dürfte so darf man sich auch die fast schon allumfassende Einwirkung unseres sozio-kulturellen Umfeldes auf unser eigenes Denken und Handeln erklären.

Wenn dann im Rahmen des Alltags Selbstmordattentate, Kindsmord oder andere „unerklärliche“ Taten geschehen, dann sollte auf drastische Weise der Maßstab und die Sinnlosigkeit des Augenscheinlichen zurücktreten hinter einer Phänomänologie des Wahnsinns in unserer Gesellschaft herangezogen werden um nicht gegenüber einzelnen Vertretern nach „guter mittelalterlicher Manier“ durch moderne Formen von Pranger, Exorzismus oder gar Hexenverbrennung verfallen.

Wenn ich hier von Schandtaten oder Verbrechen übelster Sorte spreche, dann ist das nicht immer nur auf körperliches Leiden bezogen. In einer heute stark vergeistigten, kalten und informationsgetriebenen Welt dürfen all die Schandtaten psychologischer und repressiver Art nicht ignoriert werden.

Durch die massenhafte Verwendung von Worten, Begriffen und den dahinter stehenden Gedanken und Ideen ist eine neue Form von Verdrängungskampf ausgebrochen:

Informationseinheiten, sogenannte Meme pflanzen sich fort und je nach Eigennutz und Absicht schaffen diese – der genetischen Fortplanzung nicht unähnlich – neue Realitäten in Form von Meinungsmehrheiten.

virale Verbreitung

virale Verbreitung

Diese neue Form des Kampfes um Fortpflanzungserfolg auf Basis von Memen wird sowohl mit friedlichen als auch mit militanten Mitteln geführt – von herrschaftsfreiem Dialog kann kaum mehr die Rede sein!

Nicht mehr nur Körper sondern auch Hirne werden in Gewahrsam genommen … aus „Einverleiben“ wird „Einverhirnen“

Legt man hierzu wiederum eine moralische Bewertung an und unterstellt dabei Willensfreiheit dann müssen Bewusstsein und Unterbewusstsein als Erklärungsebenen gleichermaßen herangezogen werden.

Nicht nur menschliche Verhaltensroutinen sondern auch typische Denkmuster führen zu Verhalten und Einstellungen und haben maßgeblichen Einfluß auf das Geschehen.

Ich gehe an dieser Stelle noch weiter: Nicht nur individuelle Verantwortung sondern gruppen- und gesellschaftsweite Verantwortungen können identifiziert werden.

Eine Ethik auf Basis freier Entscheidungen darf die Auswirkungen von Gruppenzwang und Sozialisierung nicht ignorieren und schon gar nicht unterschätzen!

Wir leben in einer Welt von bisher unbekanntem Ausmaß an Vernetzung und die Informations- und Vernetzungsdichte nimmt unvorstellbare Größenordnungen an.

Phänomene

Phänomene

Die moralische Vorbelastung des Einzelnen kombiniert mit der über alle Maße strapazierten Urteilskraft im Alltag führt zu völlig neuen Unerklärbarkeiten:

  • Stumpfsinn
  • Vorurteile
  • Gewaltausbruch

Wer an dieser Stelle den moralischen Zeigefinger erhebt, der löst keine Probleme!
Der Banalität des Übels lässt sich nicht mit Moralpredigten und schon gar nicht durch Schaffung von Sündenböcken beikommen.

Fehlentwicklungen und Fehlverhalten müssen in heutiger Zeit zu aller erst unpersönlich mit dem geringst möglichen Zuschreibungsfaktor analysiert werden. Wer hier sofort Boshaftigkeit oder die „Beseelung durch das schlechte an sich“ sieht verfällt in eine Falle die es wohl seit Bestehen der Menschheit zu geben scheint.

„Erkenne nicht den Splitter im Auge Deines Gegenübers, sondern den Balken vor Deinem eigenen Auge!“

Hirngespinnste?

Hirngespinnste?

Meme infizieren und verändern unser aller Denk- & Handlungsmuster. Um möglichst viel Übel zu vermeiden müssen wir an vielen Aspekten des Zusammenlebens und dem Umgang mit Mutter Natur arbeiten.

Heute findet sich eine schier unvorstellbare Präferenz zur Sicherung des eigenen Ranges innerhalb der Gesellschaftshierarchien zur Sicherstellung des eigenen, persönlichen Erfolges – koste es was es wolle!

Dabei wird übersehen dass klassische, eigennützige Erfolgsstrategien oft ausgeweitet auf klüngelhafte Seilschaften nur der Selbstüberhöhung nicht jedoch dem spirituellen Wachstum oder dem gemeinschaftlichen Erfolg dient.

Hier, durch die Meme modernen, kapitalistischen Wirtscharftens geschuldet, dürfte ein Gutteil des Übels wurzeln.

Alte und bewährte Weisheitsquellen werden mehr und mehr überlagert von Erfolgskonzepten basierend auf Kommerz, Technik und Fortschrittsglaube. Unlautere Mittel und Wege bieten sich an und gehen im wahrsten Sinne des Wortes „über Leichen“ …

Die verheerenden Folgen sind uns wohlbekannt: Die Kommunikation verkommt zu Argumentationsketten zur Absicherung von Machtinteressen ohne Rücksicht auf Opfer.

krank?

krank?

Für die Vision einer „guten Zukunft“ rücken friedvolle Absichten und Entwicklung des sozialen Miteinanders in den Hintergrund.
Das Belohnungssystem das abgespult wird versucht ein „Gut“ und „Böse“ abzuschaffen. Jedoch nicht in dem Sinne, dass Übel nicht mehr dem „ultimativen Bösen“ oder deren Vertretern zugeschoben wird, sondern in einer Objektivierung mit der Absicht „Krankheit“ als neues Unheilbild technisch-wissenschaftlich anzugehen.

Übel soll dadurch zu verhindern sein, dass man sämtliche Krankheitssymptome im Keim erstickt. Wie?

Durch Analyse, Prävention und Schaffung neuer, kontrollierter, künstlicher Formen.

Das erstrebenswerte ist hier jedoch nicht die Linderung oder der Ausgleich. Es geht um nichts weniger als den Totalsieg über Krankheit und Tod.

Perfekte Zukunft?

Perfekte Zukunft?

Der Kampf gilt allen ideellen und materiellen Schwächen in Form  von „Unvollendetheit“.

Schon Besitzlosigkeit oder jegliche Form von Schwäche wird aggressiv und unerbittlich gebrandmarkt im besten Fall nur der Lächerlichkeit preisgegeben.

Eine Herstellung von Gerechtigkeit wird nur noch in Bezug auf der Gerechtwerdung des Herausragenden verstanden.
Wenn etwas möglich wird so muss es getan werden um Potentiale optimal auszuschöpfen.

Mit dieser Perspektive am Horizont dürfte versucht werden mit Hilfe von Mauern – egal wie hoch und gefühllos – das Übel durch Ausschluß zu verbannen.

Gesellschaftliches Übel wird mit Hilfe des Bildes der Krankheit in Form von Behandlung in Angriff genommen und definiert damit „gut“ und „böse“ neu:

Gesund oder Krank?

Ewige Jugend?

Ewige Jugend?

Eine simple, fast schon triviale Logik von „Gut“ und „Böse“ hält Einzug in das Denken der heutigen Gesellschaft:

„Der Fluch der Krankheit trifft und verbannt aus den Höhen des Lebens und macht Gut zu Böse!“

Fast in allen Belangen und mit jeglicher Konsequenz werden Krankheitsbilder definiert.
Selbst der Tod selbst wird als ultimative Krankheit in Betracht gezogen …

Was kann und sollte unternommen werden?

Würden sich die Menschen in Form von Selbstbeschränkung und bewußtem Leben mäßigen, so dürfte der Großteil des heutigen Übels bewältigbar sein. Egal auf was sich der Mensch in seiner Maßlosigkeit und Selbstzentriertheit stützt oder beruft – nicht böse sein, aber das kann fast nicht „das Gute“ sein!

Wenn wir als Gemeinschaft und Erdenbewohner möglichst das Übel lindern und verhindern wollen, so sollten wir moderat und bedacht sein im Umgang mit Mutter Natur und den Menschen um uns. Nur wenn uns Wohl und Übel wieder bewußter leitet und das Leben an sich Wert hat dürfte es wieder zu einer Wertschätzung von Mensch und Natur kommen.

In Folge daraus erwarte ich in überschaubarem,
zeitlichen Rahmen wieder neuen Mut und neue Kraft
für Mensch und Natur.

DAS werde ich mit Leib & Seele tragen und fördern und wenn es sein muss,
wohl oder übel mit „brennender Geduld“ wie es der Zukunftsforscher Robert Jungk so treffend benannt hat …

Um auf dem Weg nicht der Resignation zu verfallen empfiehlt sich eine gehörige Portion Humor!

Humor dank Weisheit!

Humor dank Weisheit!

Humor lässt uns Zustände ertragen, die eigentlich unerträglich sind. Er bewirkt, dass wir uns und unsere Wünsche, Ängste und Hoffnungen nicht allzu ernst nehmen und verhilft so zu Gelassenheit und einer gleichmütigen Lebenshaltung.

Sie entschuldigen meine eigenen Vorprägungen und Sichtweisen als Mensch.

Mancher Vorprägungen bin ich mir bewusst (Willensfreiheit, moderate katholische Erziehung, unternehmerische Vorerfahrung, …)

andere werden selbst bei intensiver Reflexion auch mir verborgen bleiben – und doch wirken …

Weder wollte und will ich Ihre Welt entzaubern, noch Ihre eigene Sichtweise schmälern!

Meiner Verantwortung als kritisch denkender und innig fühlender Mensch will ich mich aber doch stellen und suche nicht Recht sondern Pflicht in mir …

„Das Gute das mich leitet“

Lass Dich leiten

Lass Dich leiten!

„Gut“ ist für mich, wenn ich meine eigene Selbstzentriertheit überwinde. Sobald ich meine Möglichkeiten zur Empathie voll ausschöpfe um anderer Menschen Gefühle und Regungen zu erfassen, zu respektieren und anzunehmen. Erst wenn es mir gelingt die Nöte, Sorgen und Belange des Anderen gleichwertig mit meinen zu sehen und zu verstehen gelingt mir das „Miteinander“ und „Füreinander“.

Wohlig, warm und ganzheitlich will ich leben im Dienste der Liebe.

Ich bin mir durchaus bewußt, dass die hohen Werte von Gutmütigkeit, Nächstenliebe und Selbstlosigkeit und all die erstrebenswerten Leitlinien ganzheitlicher Gemeinschaft nicht nur schwer zu erfüllen sind. Schon die ausgeprägte Kundschaft und Präsenz davon verängstigt und entfremdet einen Großteil der Alltagskontakte und sorgt im ersten Moment für mehr Mißtrauen und Abstand.

Doch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass über den Kreis der Vertrauten hinaus eine offene und einbeziehende Gemeinschaft auch in den heute üblichen „weak links“ erstrebenswert und lebbar ist.

Wer heute seinen Eigennutz oder gar Selbstschutz zurück nimmt um die Stauklappen der Liebe zu öffnen ist mutig und hat die Zeichen von wahrer Größe erkannt!

Wenn der Verstand von Barrieren, Hindernissen und Gründen überwältigt wird und das Auge nur Unterschiede in Rasse, Geschlecht oder Nationalität zum Schutze bietet, dann sollte wenigstens das Herz und die Sinne vor Neugierde und Zuneigung sprühen um die Menschen gemeinsam und vereint dem Guten zu widmen.

„Heilig“ ist ein alt-ehrwürdiger und tragender Begriff in der menschlichen Geschichte.
Doch so weit sind diese Menschen noch nicht entfernt (Mahatma Gandhi, Martin Luther King, Mutter Theresa, …) dass wir befürchten müssen es gibt ihn nicht mehr …

Sie riskierten ihr eigenes Leben und verfolgten höhere Ziele. Diese Menschen wurden nicht „groß gemacht“ sondern wuchsen an den Aufgaben die schier unermesslich waren. Nicht Reichtum, Statussymbole oder anderweitige, abgrenzende Selbstüberhöhungen waren deren Ansinnen.

Mit Mitgefühl und über jegliche Zweifel hinweg ließen sie ihren Ambitionen zum Wohle wirken und gedeihen.

„Das Schlechte das verhindert“

Es sind nicht „böse Andere“ oder widere Umstände die wirklich einen Unterschied machen. Selbst wenn ich ab und an einzelnen Menschen begegne die weder empathisch noch sympathisch auf mich wirken.

Das Ergebnis solcher „Be-Gegnungen“ ist ein vorsichtiger Versuch von meiner Seite meine Gefühle und Werte verständlich zu machen und gleichzeitig – quasi zwischen den Zeilen – in deren Gedanken zu lesen. Warum? Weil diese Menschen sehr häufig vor mir, vor anderen und sogar vor sich selbst die Ängste, Sorgen und Nöte verstecken. Warum? Das kann und will ich nicht im Sinne einer „Be-Urteilung“ vertiefen. Das Ergebnis? Ich lasse diesen Menschen ihre „Kapsel“ und hoffe, dass nicht Eigennutz oder Selbstsüchtigkeit der wahre Grund sind. Tatsächlich hoffe ich dass diese Menschen aus der Kraft und der Fülle des oft überbordenden Überflusses an Hab und Gut und anderer angehäufter „Eigenmittel“ lernen und erstarken. Ich wünsche das Beste – mit gebotener Zurückhaltung und aufrichtigem Hinweis auf die für mich spürbare, aktuelle Inkompatibilität.

Der normalerweise, nachfolgende, sich ergebende Abstand ist meinem Realismus und Fokus geschuldet. Wie das?

Ich kann und will mich nicht instrumentalisieren lassen um anderer Menschen Eigenziele und Begehrlichkeiten zu unterstützen.

Sei kein Frosch!

Sei kein Frosch!

Ich bin fest überzeugt dass die Chancen gut stehen, dass man sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder näher kommen kann und dabei feststellt, dass Zeit, Ort und Qualität des eigenen Empfindens sich so zum positiven auf beiden Seiten verändert hat, dass ein Miteinander möglich wird.

Für den Moment jedoch bevorzuge ich die vielen kompatiblen Menschen, die täglich mehr werden und mich umso glücklicher machen je stärker und mutiger ich meinen persönlichen Weg hin zum Guten nehme.

Ausnahmen in denen ich nicht auf Veränderung und zukünftige Nähe hoffe:
Wenn ich Begehrlichkeiten, Ausnutzung oder gar erpresserisches Verhalten identifiziere, dann schreit mein ganzer Körper „Rückzug“ und das scheue Reh in mir wird aktiviert. Was bei noch weiterer Steigerung in die Körperlichkeit also Richtung Mörder oder Vergewaltiger geschehen würde kann ich mangels Erfahrung nicht abschätzen. Ich habe nur festgestellt, dass ich weder als Karpfen noch als Haifisch eine gute Figur abgeben würde. Mir liegt der Delphin nach Dudley Lynch und bin willens alles zu geben und mein eigenes Wohlergehen hinten anzustellen um für Bereinigung und Ruhe aller zu sorgen – so meine rudimentäre Einschätzung für Ausnahmezustände.

Wann und bei was verspüre ich „das Schlechte das mich abhält“?

Hexenwerk?

Hexenwerk?

Immer wenn ich in einen Sumpf an Intrigen und schlechten Gefühlen hinein gerate. Denn dann entsteht in mir eine Unfähigkeit klare und zielführende Handlungen einzuleiten – ich bin verwirrt und getrieben.

Ich habe diese Art von Erfahrung und persönliche Schwäche schon einige Male in meinem Leben verspürt und erlebt. Die dabei resultierenden Verletzungen für mich und andere sprechen Bände. Verzweiflung und innere Unruhe waren hier immer das Ergebnis. Erst ein Rückzug und tiefes, inniges „Friedenmachen“ haben mir heraus geholfen. Wohlgemerkt hier spreche ich nicht von hilfloser Opferrolle sondern einen ungesunden Mix aus aktiver und passiver Rolle im Spiel der Zerstörung!

Auch wenn von vielen Beteiligten solche „Spielchen“ im Stile von Recht und Ordnung, oberflächlich betrachtet, ausgefochten werden. Meiner Erfahrung nach handelt es sich dabei um grundsätzlich unverträgliche Perspektiven verbunden mit unvereinbaren Zielen (sehr häufig einer später dann identifizierbaren „hidden agenda“ als des „Pudel’s Kern“)

Die substilste Form der Austragung basierte hier auf objektiven Argumenten. Doch dahinter standen bisher immer brutale und grausame Ziele und die blanke Willenskraft zur Durchsetzung des eigenen Vorteils.

Ein Plädoyer zur Flexiblisierung

Wenn es so nicht geht, dann probier‘ es anders!

So oder ähnlich könnte man meine Lernkurve in Sachen Umgang mit „gut und schlecht“ in meinem persönlichen Leben und Empfinden subsumieren.

Obwohl Lüge, Manipulation und andere Gestaltbarkeiten der Wahrheit sicherlich zielführende Strategien in der heutigen Art des Wirtschaftens darstellen und nicht gerade wenige Anhänger sich dieser Zunft verschrieben haben.

DAS meinte ich nicht mit dem Aufruf zur Flexibilisierung! Ja ich bin schuldig in allen Anklagepunkten. Im Laufe meiner Erprobungsläufe zum erfolgreichen Unternehmer und der „Werdung“ zum vollwertigen Gesellschaftsmitglied waren viele Varianten vertreten. Nicht nur schlechtes Benehmen, egozentrische Impulse oder klare Bevorzugung eigener Vorteile vor anderer Leute Zielerreichung waren klare Indizien meiner „Ausrichtung“ ja „Anstandslosigkeit“.

Doch wer Heranwachsende, Jungunternehmer und Männer auf aktiver Partnersuche auf dem gesellschaftlichen Parkett beobachtet benötigt keine tieferen Einblicke in mein Leben um zu verstehen was ich damit meine.

Für Dich oder andere?

Für Dich oder andere?

Der Weg zu Mitgefühl, Wertschätzung des Miteinanders und wahre Menschenliebe führt wohl über den steinigen Weg der Selbsterfahrung als Opfer und Täter auf die ein oder andere Weise.

Die Unterscheidung von „gut“ und „schlecht“ als traditionelles Konzept will aber hier deutlich flexibler und moderner auslegen als es mir in Wort und Schrift in der Vergangenheit angetragen wurde.

Schließen wir mal psychotische Persönlichkeiten aus, so erscheint mir eine Entwicklung von Empathie und Resilienz geboten um „Gutes“ bewirken zu können. Je kultivierter und ganzheitlicher der Einzelne Achtsamkeit praktiziert umso weniger wird er sich den materiellen Dingen widmen und der Eigensucht einherfallen.

Offenheit und Verbundenheit – für mich die wahren Zeichen für „Gutes vor Schlechtem“

Der Sinn für das Wesentliche in Bezug auf den Kern des Guten:

Verständnis

Verständnis

Heilung und Werdung sind für mich die beiden Seiten der gleichen Medaille und spiegeln für mich ein optimistisches Weltbild wieder.

Wenn ich, als Mensch, durch Annäherung und Güte mögliche Verwirrung oder Fehlentwicklungen vermeide und Verständnis und Wohlstand fördere, so will ich damit das Fundament der Liebe und des Miteinanders stärken.

HEUREKA!


Inispirationen, Quellen und interessante Adressen im Netz

Dr. Michael Schmidt-Salomon, Trier
„Die Banalität von Gut und Böse“
Das Phänomen des Übels aus weltlicher Sicht
http://www.schmidt-salomon.de/gutboes

Philognosie NET: „Philosophischer Überblick: Was ist das Gute und das Böse?“
philognosie.net wissen-technik philosophischer-ueberblick

Seele und Gesundheit DE: „Gut und Böse“
seele-und-gesundheit.de spiritualitaet

Planet Schule DE: „Film: Knietzsche und Gut und Böse“
planet-schule.de sf/filme-online.php?film=9238

Psychology Today COM: „The real meaning of good and evil“
psychologytoday.com blog/out-the-darkness/201308/the-real-meaning-good-and-evil

Plato Stanford EDU:
Stanford Encyclopedia of Philosophy – „The Concept of Evil“
plato.stanford.edu entries concept-evil

Quora COM: „Is the concept of good and evil merely a human construct?“
quora.com Is-the-concept-of-good-and-evil-merely-a-human-construct-or-does-good-and-evil-actually-exist-in-nature-If-it-does-exist-what-are-some-examples-of-verifiable-good-and-evil-creatures

BBC Co UK: „Religious Studies – Christianity: good and evil“
bbc.co.uk schools/gcsebitesize/rs/god/chgoodandevilrev1

Huffington Post COM: „Do good and evil exist?“
huffingtonpost.com richard-koch/do-good–evil-exist_b_5714409

Deutschland im Mittelalter DE: „Hexenverbrennung“
deutschland-im-mittelalter.de/Hexenverfolgung/Hexenverbrennung

Heise DE: „Die Evolution der Meme“
heise.de tp/features/Die-Evolution-der-Meme-3458525

Web DE: „Experten, Internet, Memes: Mächtiger Faktor im US Wahlkampf“
web.de – magazine/politik/wahlen/us-wahl/experten-internet-memes-maechtiger-faktorim-us-wahlkampf

Ursula Nuber DE: „Resilienz: Immun gegen das Schicksal?“
ursula-nuber.de i/ursula_nuber_leseprobe_resilienz_schicksal

Süddeutsche DE: „Verbrechen: Folgen stumpfer Gewalt“
sueddeutsche.de/panorama/verbrechen-folgen-stumpfer-gewalt

Spiegel DE: „Wenn Töten einfach zum Job gehört“
spiegel.de lebenundlernen/uni/versuche-mit-labormaeusen-wenn-toeten-einfach-zum-job-gehoert-a-713657

Zeit DE: „Was ist Ihnen das Leben dieser Maus wert?“
Ein Experiment, das provoziert: Wirtschaftswissenschaftler zeigen im Labor, wie der Markt die Moral zerstört.
zeit.de 2013/21/wirtschaft-markt-moral-experiment

Labome COM: „Laboratory: Mice and Rats“
A summary and overview about the mice and rats used in biomedical research, based on a survey of 303 publications.
labome.com method/Laboratory-Mice-and-Rats

Benjamin DE: „STRAHLOWAHN – kollektiver Massenwahnsinn“
benjamin.de index.php?id=60

Amanita AT: „Elektrosmog: Devolution & Digitale Demenz“
amanita.at interessantes?id=1477

We Are Change CH: „Albert Hofmann: LSD – Vom Wunder zum Sorgenkind und zurück“
wearechange.ch themen/gesundheit-und-ern%C3%A4hrung/3335-albert-hofmann

Web MIT EDU: „Collective Behavior and Social Movements: Process and Structure“
web.mit.edu gtmarx/www/cbchap1

CDC GOV: „Diseases & Conditions“
cdc.gov diseasesconditions

Recovering Grace ORG: „The Disease Catalogue“
recoveringgrace.org 2011/12/the-disease-catalogue

Intellectual Takeout ORG: „Psychiatrist: Not everything is a mental disease“
intellectualtakeout.org/blog/psychiatrist-not-everything-mental-disease

BMJ COM: „Alejandro F. Luque-Coqui / Cardiologist – Everything is a disease?“
bmj.com rapid-response/2011/10/28/everything-disease

NPR ORG: „Is death a disease that can be cured?“
npr.org sections/13.7/2010/07/15/128536658/is-death-a-disease-that-can-be-cured

M Scott Peck: „People of the Lie“
amazon.de People-Lie-Hope-Healing-Human/dp/0684848597
https://books.google.de/books?id=hrdMD_ZoL8UC&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false

Christianity Today COM: „Is God a Psychotherapist?“
M. Scott Peck’s People of the Lie explores the dimensions of human and satanic evil.
christianitytoday.com ct/2005/septemberweb-only/32.0d

Brainy Quote COM: „Bill Maher: Everything that used to be a sin is now a disease“
brainyquote.com quotes/quotes/b/billmaher109296.html

Team Denzer DE: „Erfolgsmodelle: Die Delphin Strategie“
teamdenzer.de Fuer-Sie-gefunden/Erfolgsmodelle/Die-Delphin-Strategie


Brain Technologies

„Leap!“
braintechnologies.com/leap

WHAT DONALD TRUMP CAN LEARN FROM QUANAH PARKER, GREAT CHIEF OF THE COMANCHES
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